„CROSSING“ - Kunst zu Leben

Die Ereignisse unserer Gegenwart fordern uns zu einer neuen Art der Lebensführung heraus. Im Austausch mit Künstlern in unterschiedlichsten Ländern bin ich der Frage nachgegangen, wie weltweit auf den Prozess globaler Verunsicherung reagiert wird. Welche Methoden finden wir in der Kunst, um aus einer neuen Verbindung mit der Umwelt wirklich lebensfähig zu werden? Meine eigene künstlerische Suche ereignet sich parallel zu den Interviews in den „Farbhautarbeiten”.

Im Dialog ist das zentrale Thema das Erleben von Grenze als grundlegender Bedingung menschlicher Struktur. In den meisten Interviews wurde der Zusammenhang zwischen Schwellenerfahrung und Angst deutlich. Dies führte zu der Frage, warum es Angst gibt und wozu sie dient. Ein Schwerpunkt-thema der Recherche war hier auch das Phänomen der Digitalisierung und deren Konsequenzen für die menschliche Entwicklung.

Auf den Reisen nach Island, Finnland,Ägypten, Libanon und Südafrika ist ein wunderbarer Kulturaustausch gelungen. Diese Erfahrung lässt die Bedingungen erahnen, in adäquater Form „Schwelle“ zu leben. Die Reisen haben meine Entscheidung gestärkt, den Kompass derOrientierung in mir selbst zu finden. Ich kann nicht mehr dem von Außen gesetzten „Richtig“ oder „Falsch“ vertrauen.„Crossing” wird zum Weg des „Sowohl-als-auch“. Ich bin dankbar für die Weggefährten, die mir dabei begegnet sind.

Die Farbarbeiten entstanden auf meinen Reisen aus der Fragestellung: „Wie können wir wirklich lebendig sein?“ Das Material der Wachshaut spiegelt das Thema der Grenzüberwindung im Phänomen der Haut als Membran. Die Intention ist die Visualisierung von Kräften, die uns auf dem Prozess des CROSSINGS, der Schwellenübergänge, begleiten können. Ich gestalte die „Membranen“ in Korre-lationen zu bestimmten Bewusstseinszuständen. Sie werden so zu einer Art neuer Haut und einem Transformations-Instrument.

ERGEBNISPSÄSENTATION: 21. und 22. September 2019 15.00 - 19.00h,  Terminabsprache unter christina@Katharina-Loekenhoff.de

Crossing the threshold

In an exchange with artists in other countries my artistic research project CROSSING is dedicated to find sustainable life strategies by crossing borders. Exploring how people in other places react to the experience of uncertainty caused by global changes I try to find new ways of connecting with the world through art.

For this reason I visited as different countries as Iceland, Finland and Libanon, South Africa and was taking part in the "Something Else - Off Biennale Cairo". Altogether I did more than 40 interviews. Many new paintings have been created.

Now I am working in my studio in Essen on the results and their publication. New impressions are seen on my BLOG.